🏗️ Grundstoffindustrie
Stahl, Chemie, Zement, Aluminium – gezielte Dekarbonisierungsförderung für energieintensive Industrien.
Warum braucht die Grundstoffindustrie spezielle Förderung?
Energieintensive Grundstoffindustrien stehen vor der größten Transformation ihrer Geschichte: die Dekarbonisierung bei gleichzeitiger Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland hat dafür ein umfangreiches Förderinstrumentarium entwickelt – von CO2-Differenzverträgen bis zur direkten Investitionsförderung.
Die wichtigsten Förderprogramme
CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference)
Der Staat übernimmt die Mehrkosten klimaneutraler Produktion über 15 Jahre. Für Stahl, Chemie und weitere energieintensive Branchen – milliardenschwere Absicherung der Transformation.
Zielgruppe: Stahl-, Chemie-, Zementindustrie
BIK – Bundesförderung Industrie und Klimaschutz
Investitionszuschüsse für klimafreundliche Produktionsprozesse. Förderquoten bis 30% der Investitionskosten – auch für Wasserstoff-Integration und Elektrifizierung.
Zielgruppe: Energieintensive Industriebetriebe
Forschungszulage (FZulG)
Steuerliche Förderung für FuE-Aufwendungen zur Prozessoptimierung und Dekarbonisierungstechnologien. Bis zu 25% der FuE-Kosten, max. 1 Mio. € pro Jahr.
Zielgruppe: Alle Unternehmen mit FuE-Aktivitäten
EEW – Bundesförderung Energieeffizienz in der Wirtschaft
Zuschüsse und Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen. Bis zu 55% Förderquote für hocheffiziente Anlagen und Querschnittstechnologien (Motoren, Druckluft, Wärme).
Zielgruppe: Energieintensive Produktionsbetriebe
Wasserstoff-Förderung (H2Global, IPCEI)
Für den Umstieg auf grünen Wasserstoff: H2Global sichert Importverträge, IPCEI Hydrogen fördert europäische Wasserstoff-Wertschöpfungsketten.
Zielgruppe: Stahl, Chemie, Raffinerien
GRW – Gemeinschaftsaufgabe Regionalförderung
Investitionszuschüsse bis 35% für Erweiterungsinvestitionen in strukturschwachen Regionen. Besonders relevant für Hütten- und Chemiestandorte in Ostdeutschland.
Zielgruppe: Produktionsstätten in GRW-Fördergebieten
⚠️ Kombinationsregeln beachten
CO2-Differenzverträge und BIK können für unterschiedliche Kostenbestandteile desselben Projekts kombiniert werden. Forschungszulage und ZIM sind für FuE-Vorstufen kombinierbar. Wir navigieren durch die Kumulierungsregeln.
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