Grundstoffindustrie

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Stahl, Chemie, Zement, Aluminium – gezielte Dekarbonisierungsförderung für energieintensive Industrien.


Warum braucht die Grundstoffindustrie spezielle Förderung?

Energieintensive Grundstoffindustrien stehen vor der größten Transformation ihrer Geschichte: die Dekarbonisierung bei gleichzeitiger Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland hat dafür ein umfangreiches Förderinstrumentarium entwickelt – von CO2-Differenzverträgen bis zur direkten Investitionsförderung.

Die wichtigsten Förderprogramme

CO2-Differenzverträge (Carbon Contracts for Difference)

Der Staat übernimmt die Mehrkosten klimaneutraler Produktion über 15 Jahre. Für Stahl, Chemie und weitere energieintensive Branchen – milliardenschwere Absicherung der Transformation.

Zielgruppe: Stahl-, Chemie-, Zementindustrie

BIK – Bundesförderung Industrie und Klimaschutz

Investitionszuschüsse für klimafreundliche Produktionsprozesse. Förderquoten bis 30% der Investitionskosten – auch für Wasserstoff-Integration und Elektrifizierung.

Zielgruppe: Energieintensive Industriebetriebe

Forschungszulage (FZulG)

Steuerliche Förderung für FuE-Aufwendungen zur Prozessoptimierung und Dekarbonisierungstechnologien. Bis zu 25% der FuE-Kosten, max. 1 Mio. € pro Jahr.

Zielgruppe: Alle Unternehmen mit FuE-Aktivitäten

EEW – Bundesförderung Energieeffizienz in der Wirtschaft

Zuschüsse und Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen. Bis zu 55% Förderquote für hocheffiziente Anlagen und Querschnittstechnologien (Motoren, Druckluft, Wärme).

Zielgruppe: Energieintensive Produktionsbetriebe

Wasserstoff-Förderung (H2Global, IPCEI)

Für den Umstieg auf grünen Wasserstoff: H2Global sichert Importverträge, IPCEI Hydrogen fördert europäische Wasserstoff-Wertschöpfungsketten.

Zielgruppe: Stahl, Chemie, Raffinerien

GRW – Gemeinschaftsaufgabe Regionalförderung

Investitionszuschüsse bis 35% für Erweiterungsinvestitionen in strukturschwachen Regionen. Besonders relevant für Hütten- und Chemiestandorte in Ostdeutschland.

Zielgruppe: Produktionsstätten in GRW-Fördergebieten

⚠️ Kombinationsregeln beachten

CO2-Differenzverträge und BIK können für unterschiedliche Kostenbestandteile desselben Projekts kombiniert werden. Forschungszulage und ZIM sind für FuE-Vorstufen kombinierbar. Wir navigieren durch die Kumulierungsregeln.

Dekarbonisierungsförderung beantragen

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